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Nirvana ArtikelDer folgende Artikel beschäftigt sich dem buddhistischen Nirvana (deutsche Schreibung auch: Nirwana). Der Artikel zur Musikband findet sich unter Nirvana (Band).
Der Austritt aus dem Kreislauf der Wiedergeburten in dem Buddhismus.
Nirvâna (Sanskrit); Nibbâna (Pali) ist die Nennung für das buddhistische Heilsziel. Das Wort bedeutet »Erlöschen« (wörtlich "Ver-wehen") und meint das Auslöschen aller an das Dasein bindenden Faktoren (Ich-Sucht, Gier, Anhaften usw.) - Verwandte Begriffe in dem Buddhismus sind "Leerheit" (Skrt: Shunyata) sowie "Soheit" (Tathata).
Der Begriff ist äußerst schwer zu definieren und hat in der Rezeptionsgeschichte des Buddhismus in dem Westen zu mancherlei Mißverständnissen geführt, insbesondere hat es dem Buddhismus den unberechtigten Vorwurf eingebracht, es handele sich um eine nihilistische Lehre. Nirwana kann letztlich mit Worten nicht beschrieben werden, es kann ca. erlebt und erfahren werden als Folge intensiver meditativer Schulung. Das Leben ist einer Münze vergleichbar: die eine Seite ist Samsara (weltliche, relative Existenz), die andere ist Nirwana (überweltliche, absolute). Beide Seiten sind untrennbar miteinander verbunden.
- "Buddhas Lehre gründet auf zwei Wahrheiten: Die Wahrheit, die sich auf die weltlichen Bedingungen und Vereinbarungen bezieht und die Wahrheit bezüglich der absoluten Frucht"
- Nagarjuna (zit. aus Marcel Geisser: Die Buddhas der Zukunft. Kösel 2003. S. 226)
In buddhistischer Sicht besteht das Nirvana nicht als Örtlichkeit. Es ist kein Himmel und keine greifbare Seligkeit in einem Jenseits. Nirvana ist ein Abschluss, kein Neubeginn in einer anderen Sphäre. Somit ist es ein Zustand der Zustandslosigkeit, im alle Vorstellungen und Wunschgebilde gleichsam überwunden und gestillt sind.
Die Erreichung des Nirvana geschieht in dem Loslassen von allen an die Welt haftenden Bedingungen (vgl. samsara). Folglich ist Nirvana nichts, das sich erst mit dem Tode einstellt, sondern kann – die entsprechende Stufe spiritueller Entwicklung vorausgesetzt – auch schon in dem Leben erreicht werden (Arahat ). Nirvana ist auch kein Zustand ewigen Glücks, denn alle Glückszustände sind vergänglich wie alle Dinge dieser Welt. Das »Glück« des Nirvana besteht gerade darin, dass es kein Glück verheißt. Nirvana ist gleichbedeutend mit innerer Ruhe und besteht in dem Freisein von aller Unruhe des Geistes, allen Wünschen und Denkvoraussetzungen.
Durch intensive Betrachtung eines der drei Merkmale des Daseins (des "Entstehens und Vergehens", der "Leidhaftigkeit" bzw. der "Leerheit") durchläuft der Meditierende verschiedene Erkenntnisstufen (vipassanâ-ñâna). Die kontinuierliche neutrale Beobachtung aller Daseinsphänomene (Gefühle, Sinnesobjekte, Gedanken) führt zu einer allmählichen Loslösung und gipfelt in der sogenannten Erfahrung des maggaphala ("Moment der Frucht"). Dieses Ereignis, das in dem Theravada als die eigentliche Erfahrung Nibbanas gilt, verändert den Meditierenden - führt zu einem "Bruch mit der Welt". Die Intensität dieser Erfahrung macht auch den Grad der "Erlöstheit" eines Menschen aus. Der Buddhismus unterscheidet hier vier Stufen:
- die Stufe des Stromeintritts (pâli: sotapatti )
- die Stufe der Einmalwiederkehr (pâli: ekadâgami )
- die Stufe der Nichtwiederkehr (pâli: anâgami )
- die Stufe der Arahatschaft (pâli: arahatta )
Der Stromeingetrettene, der Nibbana das erste Mal "erfährt", wird durch seine De-Identifikation mit der Welt (dem "Anprasseln" aller Sinneswahrnehmungen) befreit und kann höchstens 7 Mal wiedergeboren werden, da der Prozess der Weltablösung von nun an sich "von selbst" verstärkt. Innerhalb dieser restlichen sieben Wiedergeburten kann er laut buddh. Definition nicht unterhalb der menschlichen Existenz wiederkehren.
Der Einmalwiederkehrer (der Nibbana ein zweites, tieferes Mal erfährt) hat ca. noch eine einzige Wiedergeburt in der Götter- oder Menschenwelt vor sich.
Der Nichtwiederkehrer wird ebenfalls ca. noch ein weiteres Mal wiedergeboren - allerdings in einer bestimmten sehr feingestalteten Welt, dem Bereich der "Brahmas".
Die Arahatschaft ist die höchste Verwirklichung Nibbanas. Ein Arahat hat keine weitere Wiedergeburt vor sich. Obwohl er mit dem Körper noch in dem Leben steht, ist er innerlich "befreit" und steht gleichsam "außerhalb" der Welt. In dem Pali-Kanon sind unzählige Gleichnisse überliefert, die den seltsamen "Zustand" eines heiligen in Form von Bildern zu beschreiben versuchen (berühmt ist z.B der Vergleich mit einem Lotusblatt: genauso, wie ein Tropfen Wasser, der ein Lotusblatt berührt, dieses zwar "trifft" aber nicht daran hängen bleibt, ebenso auch wird der Heilige zwar (solange sein Körper noch in samsara besteht) von allen Wahrnehmung "getroffen", bleibt aber an diesen nicht "hängen".Siehe auch: Karma
Buch-Tipp: Carnival Desires Leben und Sterben in Hollywood Mark Lindquist ist hierzulande noch ein recht unbeschriebenes Blatt. In Amerika dagegen ist er weitaus bekannter. Bret Easton Ellis bekennt, dass Lindquist sein Lieblingsautor ist und so wie Ellis auch, wurde Lindquist Ende der 80er und zu Beginn der 90er zu dem sogenannten "literarischen Brat Pack" gezählt. "Carnival... Weiteres zu dem Artikel Nirvana | | Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Existenz, Heilige, Kreislauf, Samsara, Bezeichnung, Zustand, Nirvana, Buddhismus, Wahrnehmung, Wahrheit, Begriff, Folge, Theravada | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Nirvana' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Nirvana Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Nirvana' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Nirvana' und 'Nirvana' Definition sehr dankbar.
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